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Jugendarbeit in Queeren (Jugend-)Zentren

Vernetzungstreffen

Mi, 05.08.2020  — Fr, 07.08.2020
In den letzten Jahren wurden – dem politischen Gegenwind mancherorts zum Trotz – in vielen deutschen Städten queere Jugendzentren gegründet, queere Jugendgruppen ins Leben gerufen und die Sensibilisierung für die Situation von LSBTIQ* Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu einem Qualitätsmerkmal viefaltsorientierter und intersektionaler Jugendarbeit und -bildung.

Allerhöchste Zeit also die Akteur*innen, die Fachkräfte und Haupt- und Ehrenamtlichen in der queeren Jugendarbeit zu vernetzen und folgende Fragen in den Blick zu nehmen:
- Wie erreichen wir Schwarze LSBTIQ*, PoC und Menschen mit Migrationsgeschichte? Was bedeutet es, Rassismus in queeren Strukturen ernst zu nehmen und sich ihm entgegenzustellen?
- Wie gestalten wir ein gutes Angebot für Menschen mit geistigen Behinderungen?
- Wie lässt sich bei Veranstaltungen für trans* und inter* Personen eine tendenzielle Unsichtbarmachung von Intergeschlechtlichkeit begegnen?
- In der offenen Jugendarbeit werden trans* Jugendliche präsenter. Welchen Beratungsbedarf haben sie?
- Welche Basics sollten Jugendzentren im Aufbau beachten? Wie ist anderen die Gründung gelungen und wie haben sie auch schwierige Phasen überstanden?
- Was sind spezifische Bedarfe von queeren Jugendlichen und jungen Erwachsenen?
- Wie gelingt die Kommunikation mit der Zielgruppe? Was sind niedrigschwellige Ansprachen für Veranstaltungen? Was ist für die Öffentlichkeitsarbeit zu beachten?
- Ohne ehrenamtlich Engagierte geht es nicht: Wie funktioniert gutes Ehrenamtsmanagement, z. B. bei der Betreuung von Jugendgruppenleitungen? Wie lässt sich Partizipation effektiv ermöglich?
- Alles was Recht ist: Was gilt bei Ehrenamtlichen unter 18? Wie sieht es mit der Aufsichtspflicht aus?
- Ohne Geld gerät auch der größte Idealismus an seine Grenzen: Welche Fördertöpfe sind geeignet und wie lassen sie sich öffnen?
- Queere Jugendliche haben häufig ein Päckchen zu tragen: Da ist es wichtig ein Basiswissen und Handlungskompetenz zu psychischen Erkrankungen und Herausforderungen, z.B. selbstverletzendes Verhalten, zu haben.
- LSBITQA*-Identitäten haben sich in den letzten Jahren sehr aufgefächert und ausgeprägt. Was bedeutet das für Angebote für "alle"?
- Und natürlich: Was gehört in den Notfallkoffer für Corona-bedingte Schließungen?

Nicht alle diese Frage werden im Rahmen des Vernetzungstreffen abschließend beantwortet werden können. Desto wichtiger ist es, dass sich die Teilnehmer*innen in verschiedenen Konstellationen zu diesen Fragen austauschen, von ihren Erfahrungen berichten und Best-Practice-Beispiele wie auch gescheiterte Projekte vorstellen.

Gefördert im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!".
 VA-Nummer

588

 Kosten

kein TNB

 Dauer

Mi, 15:00 Uhr – Fr, 14:30 Uhr

 Dozent*innen

Savira Pervaiz
Pädagogische Leitung: Kim Trau