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Orte der Begegnung – Orte des Widerstands, vom 1 - 3. Dezember 2017. Tagung zur Geschichte homosexueller, trans*geschlechtlicher und queerer Räume

Emanzipationsbestrebungen von Lesben, Schwulen und Trans*menschen können auch als Prozesse beschrieben werden, sich "eigene Räume" zu schaffen. Räume, die der Konstituierung und internen Selbstdefinition der Gruppe wie auch als Symbol ihrer Außendarstellung dienen. Sie haben sich "andere Räume" geschaffen oder sich öffentliche Räume angeeignet. Räume der (sexuellen?) Begegnung – Räume des Widerstands: in den verschiedenen Phasen der Bewegungen haben diese Räume eine entscheidende Rolle gespielt: das Institut für Sexualwissenschaft von Magnus Hirschfeld; die Bar- und Clubkultur als Ort der Selbsterprobung und -behauptung für Trans*menschen; Klappen als öffentliche Toiletten, die sich Männer als sexuellen Raum angeeignet haben; FLT*-Räume als sichere Räume für FrauenLesben und Trans*menschen; örtliche Zentren der Selbstorganisation, des politischen Widerstands und der Selbsthilfe; Demonstrationen, insbesondere zum CSD, als Aneignung des öffentlichen Raumes; Saunen, Cruising-Bars und Sexpartys als Räume, in den Männer Sex mit Männern haben – aber nicht nur, denn an manchen Orten ist der Fetisch wichtiger als Geschlecht und Richtung des Begehrens; queere Bars und Bühnen, die jede identitäre Schublade ablehnen.

Mit Dr. Michael Bochow (Berlin), Dr.-Ing. Uwe Bresan (Stuttgart), Prof_in. Dr_in. Yvonne P. Doderer (Düsseldorf), Marty Huber (Wien), Prof. Dr. Mary Pepchinski (Dresden), Dr. Peter Rehberg (Berlin), Babette Reichert  (Berlin), Dr. Nina Schuster (Dortmund), Karl-Heinz Steinle (Berlin), Marion Thuswald (Wien), Dr.-Ing. habil. Wolfgang Voigt (Frankfurt)

Tagungsorganisation und Leitung: Dr. Carolin Küppers, Dr. Rainer Marbach, Martin Schneider, Dr. Volker Weiß
In Kooperation mit der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld und dem Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen (VNB)

Tagungsprogramm / Themen und Referent_innen:

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Noch sind Plätze frei!

Wer macht was? Warum? Motivation im Projektmanagement
Fortbildung für Aktive und Interessierte in der LSBTTIQ-Gruppen- und Initiativenarbeit
Fr, 06.10.2017     — So, 08.10.2017    
 
Was macht ein Projekt so richtig erfolgreich? In der Umsetzung vieler Projekte zeigt sich: Planung allein scheint nicht zu genügen, um das Vorhaben zum Erfolg führen zu können.
Gut geplant ist eben noch lange nicht gut gemacht. Selbst die Versammlung kompetenter Mitglieder für das Projektteam garantiert noch keinen problemlosen Weg zum Projektziel.
Entscheidend scheint neben Wissen und Teamfähigkeit auch die Motivation jeder*jedes Einzelnen zu sein, die*der im Projekt mitwirken soll. Genau das gerät Projektbeteiligten in der Geschäftigkeit der Projektarbeit häufig aus dem Blick. Warum machen wir das eigentlich – und warum bin ich ganz persönlich dabei? Was habe ich davon?   

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„Vielfalt po russki“ – Tagung zum Umgang mit Homo- und Transsexualität in der russischsprachigen Community in Deutschland / «Разнообразие по-русски» - конференция по вопросам гомо- и транссексуальности в русскоязычном сообществе Германии 23.-24.10.2017

Russischsprachige Menschen gehören zu einer der größten Sprachgemeinschaften in Deutschland. Die meisten von ihnen haben Ausgrenzung und Vorurteile am eigenen Leib erfahren. Auch jede homo-, bi- und transsexuelle Person kennt diese Erfahrung allzu gut. Für viele russischsprachige Organisationen stellt der Umgang mit Homo- und Transsexualität sowie Homo- und Trans*feindlichkeit eine Herausforderung dar. Wie können wir mit dem Thema umgehen? Wie können wir die damit verbundenen Konflikte lösen? Wie können Menschen in ihrem Coming-out unterstützt werden? Wie kann für queere russischsprachige Menschen eine respektvolle Atmosphäre im Verein geschaffen werden? Im Rahmen der zweitägigen Tagung gibt es die Möglichkeit sich mit diesen Fragestellungen und weiteren Themen auseinanderzusetzen, Fragen an Expert_innen aus Russland und Deutschland zu stellen und gemeinsam Strategien für ein respektvolles Miteinander zu entwickeln im Kontext von Workshops, Impulsreferaten und Diskussionsforen.
Русскоговорящие жители Германии принадлежат к одному из крупнейших языковых меньшинств в стране. Многие из них на собственном опыте испытали дискриминацию по признаку происхождения. Большинству геев, лесбиянок и трансгендеров дискриминационный опыт тоже знаком не понаслышке. В то же время, для многих русскоязычных организаций тема ЛГБТ представляется проблематичной. Как нам говорить об этом? Как решать связанные с этим конфликты? Как поддерживать ЛГБТ-людей?  Как создавать в русскоязычных организациях атмосферу уважения? В ходе двухдневной встречи, насыщенной докладами, мастер-классами и дискуссиями у участников будет возможность обсудим эти и другие темы, задать все интересующие вопросы экспертам из России и Германии,  разработать стратегии для взаимоуважительного сотрудничества.

Themen und Referent*innen:

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Einladung zum Sonntagscafé und zur Lesung mit Ralf König

Anlässlich der LesBiSchwulen* KULTURTAGE in Göttingen laden wir ein:

Am 22. Oktober 2017

um 16.30 Uhr zur Comic-Lesung mit Ralf König: "Herbst in der Hose"

Ralf König, der vielfach preisgekrönte Meister des intelligenten deutschen Comics, kehrt pünktlich im 30. Jubeljahr der Erstveröffentlichung seines Bestsellers "Der bewegte Mann" (verfilmt mit Til Schweiger) mit einem Werk aus seiner beliebten Serie über das Kölner Schwulenpärchen Konrad und Paul zurück!

Zuvor ab 15 Uhr laden wir zum Sonntagscafé ein samt einer Hausbesichtigung für Interessierte.

 

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Neu in der Edition Waldschlösschen: "Konformitäten und Konfrontationen. Homosexuelle in der DDR"

Mit dem von Rainer Marbach und Volker Weiß herausgegebenen Titel liegt nun der Band 4 der Geschichte der Homosexuellen in Deutschland vor. Schwule und Lesben in der DDR waren von Beginn an mit einer liberaleren Gesetzgebung konfrontiert als ihre Brüder und Schwestern in der BRD. Bedrohlich war ihre Lage dennoch, eine öffentliche Debatte über ihre Situation oder eigene Organisationen blieben lange unerwünscht. Und doch regten sich schon früh und vereinzelt Fürsprecher der sexuellen Minderheiten, entwickelten sich trotz eines enormen Anpassungsdrucks innerhalb einer uniformen Gesellschaft schon vor dem Aufbruch in den 1980er Jahren eigene Handlungsspielräume.Im Zentrum dieses Bands stehen die Erfahrungen und Rückwirkungen schwuler Selbstbehauptung in den 1970er und 1980er Jahren: Abgerundet wird er durch Rückblenden in die 1950er und 1960er Jahre sowie durch Betrachtungen über dieses abgeschlossene Kapitel der Geschichte aus heutiger Perspektive.

Mit Beiträgen von Klaus Berndl,  Maria Borowski, Jens Dobler, Lothar Dönitz, Michael Holy, Ulrike Klöppel, Kristine Schmidt, Friedrich Schregel, Teresa Tammer, Eduard Stapel, Bert Thinius

Mit dieser Publikation nehmen wir nun zum dritten Mal die Bewegungsgeschichte in der DDR in den Fokus:

- 1990 erschien: "Die DDR. Die Schwulen. Der Aufbruch. Versuch einer Bestandsaufnahme". Eine Woche nach der Öffnung der Mauer trafen sich im Waldschlösschen Schwule aus der DDR und der BRD zu einer bereits länger geplanten Tagung. Die Autoren dieses Bandes berichten von Schwulen und der Schwulenbewegung in der DDR, versuchen eine Bestandaufnahme, stellen Fragen nach den Perspektiven;

- 2001 erschien: "Schwulsein 2000. Perspektiven im vereinigten Deutschland". Aus unterschiedlichen Perspektiven werden die ersten zehn Jahre des Neben- und Miteinanders bilanziert. Zwanzig Jahre nach "Homolulu" in Frankfurt am Main und zehn Jahre nach der letzten Mitarbeitertagung (MAT) der kirchlichen Arbeitskreise Homosexualität in der DDR führte es Schwulenaktivisten aus den alten und neuen Bundesländern zusammen. Einige hatten sich bereits zehn Jahre vorher, im November 1989 auf dem Höhepunkt der Wende in der DDR, zu einer Tagung des Waldschlösschens getroffen.