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Seminare im Waldschlösschen unter Coronabedingungen

Wir freuen uns sehr, dass wir seit dem 10. Mai den Präsenzseminarbetrieb wieder aufnehmen konnten. Er erfolgt in Zeiten der Pandemie im Rahmen des Schutz- und Hygieneplans der Akademie. Daher ist die Teilnahme an Seminaren nur mit einem negativen anerkannten SARS-CoV-2-Test (nicht älter als 24 Stunden) möglich. Die Testpflicht entfällt jedoch bei einer vollständigen Impfung.

Unser Hygienekonzept wurde noch durch den Einsatz von Luftfilteranlagen in allen Seminar- und (Gemeinschafts-)Aufenthaltsräumen optimiert. In allen Gebäuden werden Schlafzimmer einzeln durch eine Be- und Entlüftungsanlage mit Frischluft von außen versorgt. Zudem ist die Nutzung des großen Zeltes vor der Terrasse bei Bedarf auch in der kühlen Jahreszeit durch Infrarot-Beheizung möglich.

Gesundheitsschutz für alle Menschen im Haus, für Gäste wie auch Mitarbeitende, steht für uns an erster Stelle. Daher bitten wir unsere Gäste, sich vor der Anreise über alle Regelungen im Rahmen unseres Schutz- und Hygieneplanes zu informieren:

Schutz- und Hygieneplan SARS-CoV-2-Plan der AWS / DOWNLOAD
Detaillierte Gebäude- und Seminarraumpläne / DOWNLOAD

Während der Krisenzeit werden auch Doppelzimmer vergeben - ausschließlich an doppelt Geimpfte oder genesene Personen, Lebenspartner*innen, Eltern mit ihren Kindern sowie Personen, die in einer gemeinsamen Wohnung leben.

Deshalb ist es notwendig bei der Anmeldung den Einzelzimmerwunsch anzugeben bzw. nachzumelden! Dadurch kann sich ein Mehrpreis von 12,00 € pro Tag ergeben.

Beachtet/beachten Sie, dass die Hygienemaßnahmen fordern, ausschließlich Bettwäsche und Handtücher der AWS zu nutzen. Leider müssen wir auch dies mit 6,65 € in Rechnung stellen.

Fünf Monate war das Haus geschlossen, und es gab keine Einnahmen aus dem Seminarbetrieb, die uns fehlen. Deshalb sind wir sehr dankbar für jede (steuerbegünstigte) Spende, die uns erreicht: Förderverein Stiftung Akademie Waldschlösschen IBAN: DE44 2605 0001 0023 0014 80 BIC: NOLADE21GOE. Und auch wenn wir nun wieder Seminare durchführen dürfen, können wir aufgrund der behördlichen Vorgaben nur in eingeschränktem Umfang arbeiten und die Kapazitäten des Hauses nicht voll nutzen.

Neu im Team / Mika Weller zum Beginn seines Freiwilliges Sozialen Jahres im Waldschlösschen:

„Ich bin 19 Jahre alt und habe im vergangenen Sommer den theoretischen Teil meines Fachabiturs in Neustadt an der Weinstraße absolviert. Danach arbeitete ich in einer Nachmittagsbetreuung für Grundschüler*innen und war in meiner Freizeit in einigen ehrenamtlichen Projekten tätig. Mein Herzensprojekt ist der Aufbau des „Queertreff-Neustadt“, dessen Zielgruppe Jugendliche und junge Erwachsene sind. Ich bin gerne unter Leuten, finde Spaß an der theoretischen Organisation, packe aber auch gerne bei der praktischen Umsetzung mit an. 

Ich möchte lernen, wie in der professionellen queeren Bildungsarbeit gearbeitet wird, welche Möglichkeiten für die queeren Communities bestehen. Die Akademie Waldschlösschen ist ein lebhafter Ort der Begegnung, der wichtige Ressourcen und Grundlagen für eine bessere Gesellschaft bietet und dessen Besuch, wie mir bereits einige Seminar-Teilnehmende bestätigen konnten, prägend für das weitere Leben sein kann. Ich möchte gern einer neuen Generation der queeren Bildungsarbeit angehören.“

Psychotraumatologie - Integrative Traumatherapie-Ausbildung zum Schwerpunkt „Arbeit mit LSBTIQ* Geflüchteten und Migrant*innen“ ab Oktober

Erstmals gibt es ab Oktober in der Akademie Waldschlösschen eine Psychotraumatologie-Ausbildung, die integrativtherapeutisch orientiert ist und von den Dachgesellschaften für Trauma GPTG und DeGPT zertifiziert werden kann. Die psychotraumatologische Therapieausbildung legt einen besonderen Schwerpunkt auch auf die Arbeit mit LSBTIQ* Geflüchtete und Migrant*innen und ist in der aktuellen psychotraumatologischen Weiterbildungslandschaft einzigartig. Im Curriculum werden aktuelle Entwicklungen und Forschungsergebnisse auf dem Fachgebiet der Traumafachberatung- und -therapie berücksichtigt.

Der Umfang beträgt 8 Module mit mindestens ca. 140 UE, davon 110 UE Theorie und Praxisübungen, 10 UE Selbsterfahrung, 18 UE Supervision (einzeln oder in der Gruppe) und 2 UE Abschlussgespräch. Alle Inhalte und Methoden berücksichtigen die bisherigen Erfahrungen in der therapeutischen Arbeit mit LSBTIQ* Menschen und deren besondere Vulnerabilität in der PTBS-Diagnostik und Beratungsmöglichkeiten. Je nach Vorqualifikation ist der Abschluss als Trauma-Fachberater*in oder Trauma-Therapeut*in (GPTG) möglich.

Zielgruppe sind Sozialarbeiter*innen, Psycholog*innen und Ärzt*innen. Voraussetzungen sind eine therapeutische Ausbildung, die Approbation oder die Staatliche Zulassung zur Ausübung der Psychotherapie sowie mindestens 3 Jahre praktische therapeutische Erfahrung. Weitere Einzelheiten gibt es im Vorgespräch mit der Leitung der Ausbildung und im ausführlichen Curriculum.

Es gibt noch wenige freie Plätze. Ausführliche Informationen zum Curriculum, zu den Inhalten und Ablauf der Weiterbildung finden Sie im Flyer und unter folgenden Link: https://www.waldschloesschen.org/de/veranstaltungsdetails.html?va_nr=1317

Zwei neue Titel in der Edition Waldschlösschen zu Religion und zu Familie

 

Wir freuen uns, gleich zwei neue Publikationen, die im Zusammenhang mit Tagungen der Akademie entstanden sind, in der Edition Waldschlösschen vorlegen zu können:

Zwischen Annäherung und Abgrenzung. Religion und LSBTIQ* in gesellschaftlicher Debatte und persönlichem Erleben. Herausgegeben von Carolin Küppers und Martin Schneider

Die Beiträge dieses Bandes befassen sich mit der Frage, in welchem Verhältnis die großen monotheistischen Religionen zu LSBTIQ* stehen. Wie kann individuelle Emanzipation im Kontext von Religionsgemeinschaften funktionieren – oder stehen sich hier konträre Ziele entgegen? Zum anderen soll betrachtet werden, wie Religion und LSBTIQ* gesellschaftlich verhandelt werden und welche Vorstellungen und Bilder im gesellschaftlichen Diskurs sichtbar werden. Sind schwule Muslime, christliche Lesben, jüdische Trans*-Menschen oder buddhistische Queers in der öffentlichen Wahrnehmung vorstellbar?

Wurzeln - Bande - Flügel. Familie als Ort der Sozialisation, Kontrolle und Emanzipation queerer Menschen. Herausgegeben von Kim Alexandra Trau und Stephan Baglikow

Queere Aktivist*innen haben jahrzehntelang intensiv über und für die Aneignung und Neudefinition des Konzepts der Familie gestritten. Die queere „Normalität“ steht inzwischen für lange gewachsene eigene Wohn- und Lebensformen, Wahlverwandtschaften sowie vielfältige Regenbogenfamilien und Beziehungsmodelle. Damit ist die queere Emanzipationsgeschichte aber nicht auserzählt, sondern sie steht vor neuen Fragen und Herausforderungen. Ist die Regenbogenfamilie zunehmend eine heteronormativ geformte Vorstellung „richtiger“ queerer Familien? Wo bleibt die Erinnerung an die Leistungen der Aktivist*innen, die in der Aids-Krise alles taten, um den Erkrankten zur Seite zu stehen? Was ist mit trans* Eltern und ihrem Recht auf eine gute Gesundheitsversorgung? Wie organisieren Menschen Sorgearbeit, die in nichtmonogamen Beziehungsnetzwerken leben? Vor welchen Herausforderungen stehen junge LSBTIQ* heute? Und ist die Erzählung von der Community als großer Familie real oder muss sie ein Wunschtraum bleiben? Mit diesen Fragen beschäftigen sich die neun Beiträge dieses Sammelbands.

Beide Bände können sowohl beim Männerschwarm Verlag als auch in der Akademie bestellt werden.

Schule lehrt/lernt Vielfalt, Bd. 2 erheblich erweitert und gedruckt

Es ist so weit: Ein Jahr nach dem ersten Erscheinen legen wir nun den 2. Band von Schule lehrt/lernt Vielfalt vor, angereichert mit neuen Texten, Materialhinweisen und Unterrichtsbausteinen - auf nun 308 Seiten findet Ihr/finden Sie für jedes Schulfach von der Primarstufe bis zur Sekundarstufe II konkrete Anregungen zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt für den Schulunterricht. 40 selbst entwickelte oder wiederabgedruckte Bausteine werden durch fachübergreifende und fachbezogene Materialhinweise ergänzt.

Der zweite Band ergänzt den stark nachgefragten ersten Band um konkrete Unterrichtsbausteine und Material zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt für den Fach- und Projektunterricht: Vorschläge, um Themen wie Coming Out, Rollenbilder oder sexualisierte Gewalt im Unterricht zu bearbeiten aber auch mit den Schüler*innen Utopien zu entwickeln und Tabus zu brechen. Allgemeinere Anregungen für die Schulpraxis bieten Texte u.a. zu Stereotypisierung, Ent-Dramatisierung oder dem Einsatz von Kinder- und Jugendbüchern. Hilfreich zur Beurteilung von Materialien zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt ist ein Beitrag zu Qualitäts- und Kompetenzkriterien. Abschließend werden Fortbildungs- und Vernetzungsmöglichkeiten aufgezeigt.

Zielgruppe beider Publikationen sind Lehrkräfte, Schulleitungen, schulpädagogische Fachkräfte, Referendarinnen und Lehramtsstudierende für Grundschulen und weiterführende Schulen. Auch wenn nicht alle Schultypen berücksichtigt sind, geben die Materialien Anregungen und können für den eigenen Kontext angepasst werden.

Kostenfrei als elektronisches Dokument, DOWNLOAD: HIER (ca. 15 MB)

Wir verschicken gerne ein gedrucktes Exemplar nach Zusendung von Postwertzeichen im Wert von 4,99 €. Bestellung über info@waldschloesschen.org

Und wer den Band 1 noch nicht vorliegen hat: gleich mitbestellen!