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Seminar: „Refugees welcome“ - Vernetzungstreffen

Arbeiten mit LSBTIQ-Geflüchteten in Deutschland

Mi, 11.09.2019  — Fr, 13.09.2019
In vielen Organisationen, Initiativen bis hin zu städtischen Einrichtungen gibt es Angebote, die die oft schwierige und besondere Situation von LSBTTIQ-Geflüchteten in Deutschland verbessern wollen.

Ziel des Seminars ist es, die bestehenden Angebote der einzelnen Projekte und Initiativen zu reflektieren, von den Praxiserfahrungen der einzelnen Initiativen zu lernen und neue Angebote und Handlungsstrategien zu entwickeln und zu diskutieren. Der kontinuierliche Austausch über die tägliche Arbeit und die Vernetzung der Projekte und Initiativen stehen ebenfalls im Mittelpunkt des Seminars. Dabei stehen bei jedem Vernetzungstreffen verschiedene Themen im Mittelpunkt.

Es werden Workshops zu folgenden Themenschwerpunkten angeboten:

- Förderung von Community Building mit partizipativen Methoden (Leitung: Antje Sanogo, Robert Lüdtke) - In der praktischen Arbeit sehen wir immer wieder den Bedarf von geflüchteten LSBTI* sich zu einer Gemeinschaft zugehörig fühlen zu können. Eine Möglichkeit ist, in dafür vorgesehenen Projekten partizipative Methoden zu nutzen. Neben einem kurzen Input zu den wichtigsten Methoden wollen wir eine Methode, das Community Mapping, gemeinsam üben, um zu erfahren, welche Vor- und Nachteile in Bezug auf Community-Building in der Methode stecken und wie wir sie gezielt einsetzen können.
- Wie kann ich auf mich achten? Konkrete Maßnahmen zur Psychohygiene (Leitung: Robert Lüdtke) - Gerade in den "helfenden" Berufen ist es wichtig, Selbstfürsorge zu betreiben. Mit Psychohygiene sind dabei alle Maßnahmen gemeint, die dazu beitragen, die eigenen körperlichen & emotionalen Ressourcen stets im Blick zu haben. Um zu erfahren, was Achtsamkeit sein kann, machen wir im Workshop eine Übung dazu. Ferner wollen wir uns über weitere Strategien und gesammelte Erfahrungen austauschen.
- Erfahrungsaustausch zur Arbeit in queeren Unterkünften (Leitung Antje Sanogo) - Während der letzten beiden Netzwerk-Treffen entstand der Bedarf bei den Teilnehmenden aus den verschiedenen Projekten zur geschützten Unterbringung von LSBTI* Geflüchteten, miteinander in Erfahrungsaustausch zu treten. In dem Workshop soll es neben dem Austausch auch um die Frage gehen, ob es sinnvoll sein kann, einen regelmäßigen Austausch in Form eines eigenständigen Treffens zu haben.
- LSBTTIQ-Geflüchtete im Recht (Leitung: Barbara Wessel, Rechtsanwältin, Berlin)
Ziel des Workshops ist die Vermittlung asylrechtsrelevanter Informationen in Bezug auf die vulnerable Gruppe queerer Geflüchteter und Möglichkeit zum gegenseitigen Austausch. Der Workshop bietet einen Überblick über Asylverfahren, vermittelt relevante Rechtsgrundlagen für geflüchtete LSBTI* Menschen, geht auf spezifische Problemlagen im Anerkennungsverfahren ein und vermittelt Informationen zur Arbeitsweise der Asylverfahrensberatung für LSBTTIQ*- Geflüchtete. Themen werden – je nach Interesse der Teilnehmer*innen u.a. auch rechtliche Veränderungen im Asylrecht von vulnerablen Personengruppen, das Dublinverfahren, Anhörungsvorbereitung und länderspezifische Fallbesprechungen sein.

Außerdem gibt es wieder das Angebot, sich am ersten Vormittag über aktuelle Themen der Teilnehmer*innen in Gruppen auszutauschen und die Ergebnisse im Plenum vorzustellen.

Eingeladen sind ehren- und hauptamtlich Arbeitende in Organisationen, Initiativen, Stadtverwaltungen, Flüchtlingsräten oder auch AIDS-Hilfen, die mit LSBTTIQ*-Geflüchteten arbeiten (wollen) - einschließlich Selbstorganisationen von LSBTTIQ*-Geflüchteten. Teilnehmende der bisherigen Vernetzungstreffen (seit 2016) als auch Neue sind zu diesem Seminar herzlich eingeladen.
 VA-Nummer

9884

 Kosten

keine (bei Unterkunft im Doppelzimmer); Einzelzimmerzuschlag: 12,- EUR/Nacht

 Dauer

Mi, 18:00 Uhr – Fr, 14:30 Uhr

 Dozent*innen

Robert Lüdtke Antje Sanogo,
Pädagogische Leitung: Wolfgang Vorhagen