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Dissoziation und Dissoziative Störungen - Handlungsmethoden und Diagnostische Skills für Berater*innen, die mit komplex traumatisierten LSBTIQ*-Geflüchteten arbeiten

So, 26.05.2019  — Di, 28.05.2019
LSBTIQ* geflüchtete Menschen mit Langzeit- und komplexen Traumata weisen sehr oft Dissoziative Störungsmuster als Folgeerkrankungen auf. Dissoziation ist ein komplexer psychischer und physiologischer Prozess, bei dem es zu einer teilweisen oder völligen Abspaltung und Veränderung der psychischen Funktionen kommt, wie des Bewusstseins, der eigenen Wahrnehmung oder die der Umgebung und des Identitätsgefühl.
Das Konzept der Entpathologisierung von Verhaltens -und psychischen Funktionsmustern nimmt eine zentrale Rolle im Seminar ein. Nicht jede Form von Dissoziation kann und darf als pathologisch betrachtet werden. Das würde zu einer weiteren Stigmatisierung und Ausgrenzung von LSBTIQ* Menschen führen. Die Desintegration und Fragmentierung des Bewusstseins und andere verwandte psychische Mechanismen, werden veranschaulicht erklärt und in Skills- und Methoden-Arbeitsgruppen erarbeitet. Die Teilnehmerin*innen werden eingeladen Achtsamkeit, Wahrnehmung, Emotionsregulation und Berater*in-Klient*in Interaktion, zu verstehen und anzuwenden.
Die Fortbildung vereint Theorie und Praxis mit anschaulichen Gruppenübungen und richtet sich an Helferin*innen die mit LSBTTIQ* Geflüchteten arbeiten, die eine lange und komplexe PTBS mit Folgeerkrankungen wie Dissoziation und Dissoziative Störungen aufweisen. Das Seminar bietet einen verständlichen Überblick über Diagnostik, Problembereiche, Beratungskonzepte, Planung und Aufbau von einer tragfähigen Berater*in /Klient*in-Beziehung.
Das Seminar wendet sich an Helfer*innen mit Vorkenntnissen in Psychotraumatologie und Trauma-Fachberatung in der Arbeit mit traumatisierten LSBTIQ*-Geflüchteten.
Die Veranstaltungen finden in Zusammenarbeit mit der Schwulenberatung Berlin statt.
Gefördert werden diese Fortbildungen über den Paritätischen Gesamtverband aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration.
 VA-Nummer

9882

 Kosten

keine (Einzelzimmerzuschlag: 12,- EUR/Nacht)

 Dauer

So, 16:00 Uhr – Di, 14:30 Uhr

 Dozent*innen

Jakob Prousalis
Pädagogische Leitung: Wolfgang Vorhagen