englisch  |   Kontakt  |   Impressum  |   Login

Jenseits von Reden – Neuer queerer Aktivismus in den Zeiten der AfD

Fr, 16.08.2019  — So, 18.08.2019
Der Wiederaufstieg des Rechtspopulismus in der westlichen Welt im Allgemeinen und besonders in Deutschland ist die größte Herausforderung für die LSBTIQ*-Bewegung seit der Aids-Krise der Achtzigerjahre.
Queerer Aktivismus ist auf diese Krise nicht vorbereitet! Ein verbissen geführter Theorienstreit lähmt die Handelnden und bindet einen Großteil ihrer Energien. Eine fast vollständige Abhängigkeit von staatlichen Finanzierungen führt zu internen Verteilungskämpfen und zu Scheren in den Köpfen. Eine Tendenz zur Introspektion und zur Retribalisierung (Marshall McLuhan) besonders durch die digitalen Medien führt zur gegenseitigen Abschottung  in fast sektenhaft agierende Gruppen und zur Abwendung von einem partizipatorischen Aktivismus, der Widerstand gegen Rechts und zivilen Ungehorsam gegen Unterdrückung von außen in den Mittelpunkt stellen müsste.
Der Gefahr von Rechts und dem gesellschaftlichen Rollback mit vielen fantasievollen und effektiven aktivistischen Formen entgegentreten, bündnisfähig werden, ohne den Stand der eigenen Debatten infrage zu stellen: Geht das überhaupt? Auf welche Wurzeln kann queerer Aktivismus jenseits akademischer Theorien zurückgreifen? Welche Formen des zivilien Ungehorsams und des Widerstands bieten sich an im Kampf gegen Rechts – auch in den eigenen Reihen – gegen den Rollback und gegen die Apathie weiter Teile der LSBTIQ*-Welt.
Der Workshop untersucht die Ist-Zustände, beleuchtet die Geschichte des queeren Aktivismus von Stonewall bis heute, erforscht die Voraussetzungen für eine neue Bündnisfähigkeit untereinander und entwickelt aktivistische Formen für die Kämpfe der Jetztzeit durch Vorträge, Diskussionen, Arbeitsgruppen und ein Planspiel.

Begrenzte Teilnahmezahl!
 VA-Nummer

9803

 Kosten

30,- EUR

 Dauer

Fr, 18:00 Uhr – So, 14:30 Uhr

 Dozent*innen

Dirk Ludigs
Pädagogische Leitung: Ulli Klaum

Teilnahme anmelden