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Gesundheitsversorgung geschlechtlich non-konformer Menschen: Aufklärung und Abbau von Diskriminierung im Gesundheitssystem

Tagung in Kooperation mit der Bundesvereinigung Trans* e.V. (BVT*)

Fr, 13.12.2019  — So, 15.12.2019
Die Gesundheitsversorgung für geschlechtlich non-konforme Menschen ist in Deutschland weit hinter den modernen Möglichkeiten der Medizin und Psychologie zurück. Grund hierfür ist maßgeblich die Rigidität der Träger für die Gesundheitskosten in Deutschland. Zwar verspricht die Veröffentlichung der neuen AWMF-S3-Leitlinie Geschlechtsinkongruenz, Geschlechtsdysphorie und Trans*-Gesundheit eine Verbesserung der Situation, allerdings ist ungewiss, wie die Verantwortlichen für die Kostenübernahme darauf reagieren. Ähnlich ungewiss ist, was die Streichung der "Geschlechtsidentitätsstörungen" (ICD 10) aus der Kategorie der psychischen Störungen, ersetzt nun durch "Geschlechtsinkongruenz" (ICD 11) im Kapitel "sexuelle Gesundheit", mit deren Veröffentlichung im Jahr 2022 zu rechnen ist, für die Kostenübernahme geschlechtsangleichender medizinischer Maßnahmen bedeutet.
Die WHO, die mit der ICD 11 alle Formen der geschlechtlichen Varianz endlich entpsychopathologisiert, ruft damit die einzelnen Staaten auf, sich in ihren jeweiligen Gesundheitssystemen konstruktiv und trans-positiv um die zukünftige Versorgung geschlechtlich non-konformer Menschen zu kümmern. Für das deutsche Gesundheitssystem besteht jedoch die Sorge, dass die langfristige Gesundheitsversorgung gefährdet sein wird.

Die Tagung will aktive Personen aus den Bereichen Aktivismus, Politik und Gesundheitsversorgung, die für gesundheitspolitische Themen für geschlechtlich non-konforme Menschen verantwortliche sind und an deren Weiterentwicklung arbeiten wollen, zusammenbringen, um zentrale Problem- und Fragestellungen im Feld der Gesundheitsversorgung von geschlechtlich non-konformen Menschen zu diskutieren.
In Form von fachspezifischen Inputs und Workshops soll es um folgende Fragen gehen:
- Wie lassen sich Möglichkeiten und Inhalte einer trans-positiven Gesundheitsversorgung systematisieren?
- Wie lässt sich diskriminierendes Verhalten im Gesundheitssystem abbauen?
- Welches sind die drängendsten Handlungsbedarfe?
- Welche politischen Ziele und Strategien lassen sich entwickeln?
- Welche anderen Akteur*innen im Feld der Gesundheitspolitik bieten sich als mögliche Bündnispartner*innen an?

Ziel der Tagung ist es, einen Austausch unter gesundheitspolitischen Akteuren zu ermöglichen und für eine trans-positive und diskriminierungsarme Gestaltung der Gesundheitsversorgung politisch aktiv zu werden.
 VA-Nummer

9793

 Kosten

30,-

 Dauer

Fr, 18:00 Uhr – So, 14:30 Uhr

 Dozent*innen

Annette Güldenring, Josch Hoenes n.n.,
Pädagogische Leitung: Ulli Klaum

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