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Fremdheiten - Sexualitäten und Geschlechter in der Migrationsgesellschaft

Mi, 11.09.2019  — Fr, 13.09.2019
Wo begegnen uns in unserem pädagogischen Arbeitsalltag Veränderungs- und Kulturalisierungsprozesse? Was nehmen wir auch in den Fachdebatten und als pädagogisch Tätige als kulturell, ethnisch oder religiös ,anders’ wahr? Wie werden Geschlechter, Sexualitäten und Religionen in Zusammenhang mit Einwanderung/Flucht thematisiert? Wie können wir pädagogisch adäquat auf die Diversität in der Migrationsgesellschaft reagieren?
Seit Kurzem werden ,der Migrant’ ebenso wie ,die Frau’ in der Thematisierung von sexualisierter Gewalt und Integration erneut vereinheitlicht. ,Das Eigene’ und ,das Andere’ werden wieder gefestigt, und dabei Sexismus und Homofeindlichkeit ,den fremden Anderen’ zugeschrieben. ,Muslimisch’ und ,LSBTI’ werden erneut gegenüber gestellt. An dieser Geschlechter- und Sexualpolitik im Namen der wieder angerufenen deutschen Nation haben unterschiedliche politische, religiöse und kulturelle Akteure ihre jeweiligen Interessen.
Die Fortbildung basiert auf Überlegungen der Queer und Gender Studies, der Cultural und Postcolonial Studies ebenso wie auf ethnologischen und sozialpsychologischen Studien bzw. antirassistischen und Critical-Whiteness-Debatten. Um in diese einzuführen werden Vorablektüre, Inputs mit Diskussion, Fallbeispiele, Filmausschnitte, gemeinsame Textbesprechung und geschlechter- bzw. sexualpädagogische Übungen eingesetzt und aus der Teilnehmendenperspektive erfahrbar gemacht.
Wir möchten damit die pädagogische Handlungskompetenz der Teilnehmenden im Sinne eines Umgangs mit Vielfalt in der Migrationsgesellschaft stärken und eine selbstkritische Reflexion voran treiben.
Fortbildung auf Deutsch – open for all genders*, sexes* and nations*.
 VA-Nummer

9640

 Kosten

195,- EUR

 Dauer

Mi, 11:30 Uhr – Fr, 14:30 Uhr

 Dozent*innen

Dr. Lüder Tietz Prof. Dr. Elisabeth Tuider,
Pädagogische Leitung: Monika Henne

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