englisch  |   Kontakt  |   Impressum  |   Login

Queere Politiken zwischen Empowerment, Normalisierung und Dekonstruktion

Fr, 19.07.2019  — So, 21.07.2019
Vielerorts ist der CSD zu einer unpolitischen Karnevalsparade geworden. Bereits über die Frage, ob dies ein Problem ist oder ein historischer Erfolg, scheiden sich die Geister. Während manche sich wünschten, wir hätten so etwas wie eine ‚gay agenda‘, nutzen andere die ersten Erfolge der Normalisierung, um sich nun in ein unpolitisches, gemütliches Leben zurückzuziehen.
Dennoch gibt es vielerorts engagierte Gruppen und auch in akademischen Kreisen werden die internen Debatten zur Verortung queerer Politiken wieder etwas belebter. Dort werden Fragen gestellt wie: In welchem Verhältnis steht queere Subversion zu feministischer Politik? Wie lassen sich queere Forderungen mit kapitalismuskritischen Interventionen verbinden? Geht es in Zukunft um ein Erodieren von Kategorien wie ‚schwul‘ oder ‚lesbisch‘ oder um ein Festhalten an diesen Identifikationen zu Zwecken des Empowerments?
An diesem Wochenende sollen verschiedene Argumentationslinien nachgezeichnet und entlang der ‚Theorie der trilemmatischen Inklusion‘ zwischen den Positionen Normalisierung, Empowerment und Dekonstruktion systematisiert werden, um zunächst den Streit klarer zu sehen. Es wird viel Raum für politische Diskussionen geben sowie Reflexionsübungen dazu, wie die eigene politische Haltung das eigene Leben und Arbeiten beeinflusst.

In Kooperation mit dem Queeren Netzwerk Niedersachsen / QNN e.V. und in gemeinsamer pädagogischer Verantwortung mit dem VNB e.V.
 VA-Nummer

9525

 Kosten

30,- EUR (gefördert u.a. aus Mitteln des QNN e.V.)

 Dauer

Fr, 18:00 Uhr – So, 14:30 Uhr

 Dozent*innen

Mai-Anh Boger
Pädagogische Leitung: Dr. Volker Weiss, Ulli Klaum

Teilnahme anmelden