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Schwule Sexualität und schwule Lust heute

Seminar zu aktuellen sexualpolitischen Standpunkten unter schwulen und bisexuellen Männern

Fr, 20.09.2019  — So, 22.09.2019
Schwule Subkultur und ihre sexuellen Versprechen wirken wie eine Welt des glückseligen Überflusses. Schwulsein verspricht dort erfüllte Sexualität und Selbstbewusstsein. Zugleich rufen die schwule Subkultur und ihre sexuellen Angebote widersprüchliche Bilder auf: die Phantasie von unbegrenztem Sex trifft auf "Risikoverhalten" und Erfahrungen von Einsamkeit oder ewiger Suche. Insbesondere die PrEP (Präexpositionsprophylaxe) verspricht heute eine neue sexuelle Revolution – zurück in die 70er, freier Vögeln ohne Gummi. Viele schwule und bisexuelle Männer sehen in der PrEP hingegen eine Gefahr: Ein Anstieg der Syphilis, Multiresistenzen, überbordende Lust und moralischer Verfall. So toben auf dem Terrain der Sexualpolitik teils harsche Auseinandersetzungen.
Diese und ähnliche Diskussionen begleiten schwule und bisexuelle Männer seit Langem. Sie erinnern an die Debatten um Tunten ebenso wie an die sogenannte AIDS-Krise.

Im Seminar werden wir die aktuellen sexualpolitischen Standpunkte unter Schwulen und Bisexuellen einer eingehenden Diskussion unterziehen. Im Mittelpunkt stehen theoretische und gesellschaftspolitische Fragestellungen einerseits und der persönliche Bezug als Schwuler und Bisexueller zu den Diskussionen andererseits. Nicht zuletzt wird es um den Austausch unter Schwulen und Bisexuellen zu schwuler Lust und schwuler Sexualität gehen.

In Kooperation mit der Deutschen AIDS-Hilfe
 VA-Nummer

9517

 Kosten

30,- EUR (DAH)

 Dauer

Fr, 18:00 Uhr – So, 14:30 Uhr

 Dozent*innen

fink, Marco Kammholz Patsy l'Amour laLove,
Pädagogische Leitung: Ulli Klaum

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