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Denkwerkstatt: Lesbische Sichtbarkeit(en)

Haben wir dafür gekämpft? Geht es uns schon besser? Wer ist eigentlich dieses „Wir?“ – und wie behalten wir die Energie und sinnliche Erfahrung in den Mühen des Strukturwandels

Fr, 15.02.2019  — So, 17.02.2019
Seit einigen wenigen Jahren formiert sich zunehmend sichtbarer Widerstand gegen die vielschichtigen Unsichtbarkeiten von Lesben*. Dieses zutiefst strukturelle Problem ist alles andere als leicht lösbar. Lesben* sind von vielen unterschiedlichen Diskriminierungsformen betroffen oder komplizenhaft verwickelt in unterschiedliche Diskriminierungen. Die aktuellen Debatten um die Sichtbarkeiten von Lesben* werden von den sichtbarsten geführt und gleichzeitig gibt es eine Form lesbischer Sichtbarkeit in der neurechten Bewegung. Die Sichtbarkeit und damit Teilhabe von Frauen allgemein ist auf dem erzwungenen Rückzug. Brauchen wir, wer auch immer dieses "Wir" ist, überhaupt eine "lesbische" Sichtbarkeit oder sollte im Zentrum dieses Kampfes nicht "soziale Gerechtigkeit" stehen? Welche Sichtbarkeit produziert das "LSBTTIQ*", wenn hier nur Identitäten zusammengefasst werden, die sich zunehmend weiter ausdifferenzieren, wenn Rassismus und Klassismus dadurch nicht thematisiert sind? Wie können sich unterschiedliche Generationen von lesbischen* Aktivist*innen miteinander verbinden, wenn ihre Erfahrungen so unterschiedlich gerahmt sind? Was tun, um vor lauter Anstrengung und Komplexität nicht den Verstand zu verlieren oder einfach sich ins unpolitische Private zurückzuziehen?

An diesem Wochenende kommen Expert*innen aus Aktivismus, Projektarbeit und Wissenschaften zusammen, um drei Tage in einer solidarischen "Denkfabrik" zu verbringen. Es geht darum, sich gegenseitig Impulse aus den jeweiligen Wissensgebieten zu geben, unterschiedliche Perspektiven zu betrachten und vor allem um gegenseitiges Empowerment. Denn nicht nur bestehende Machtverhältisse verhindern die tatsächliche Vielfalt lesbischer* Sichtbarkeiten, sondern auch permanenter Überlastungsstress, Activist Burnout, Prekarität und unsichere Arbeitsplätze.
Das Wochenende bietet im Kreis von ca. 25 Lesben* sowie in kleinen Gruppen: Impulse, Dialoge, Vorträge und Diskussionen, Kreatives und Empowerndes, Flipchart und Natur, Lustwandel zu Kopf und zu Fuß, Anspannung und Lockerheit, Arbeit und Erholung.

In Kooperation mit dem Queeren Netzwerk Niedersachsen - QNN e.V.
 VA-Nummer

9016

 Kosten

30,- (gefördert u.a. aus Mitteln des QNN e.V.)

 Dauer

Fr, 18:00 Uhr – So, 14:30 Uhr

 Dozent*innen

Dr. Christine M. Klapeer, Stephanie Kuhnen n.n.,
Pädagogische Leitung: Ulli Klaum

Bundeszentrale für politische Bildung