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Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt in psychosozialen Beratungskontexten Modul II

Schwerpunkt trans*- und inter*/ genderqueere Menschen

Fr, 21.12.2018  — So, 23.12.2018
Menschen, die nicht dem erwarteten Geschlechtsrollenmodell entsprechen oder nicht heterosexuell leben und lieben, sind nach bereits erfahrener Ausgrenzung und Diskriminierung besonders verletzlich. Viele dieser Menschen erleben häufig Abwertung, Pathologisierung oder sogar homo- und trans*feindliche Reaktionen. Und viel zu häufig finden sie keine Hilfe bei Ärzt_innen oder in einer klassischen Beratungsstelle. Mit dem Ergebnis, dass sie sich in ihrer Krisensituation auch vom Hilfesystem allein gelassen fühlen. Der Bedarf, den psychosozialen Folgen von Stigmatisierung, Benachteiligung und Gewalt in einem geschützten Raum entgegenzuwirken ist nach wie vor groß. Vor allem Beratungsmöglichkeiten für Trans* - und Inter*personen sowie genderqueeren Menschen sind nur rudimentär vorhanden. Gerade in ländlichen Regionen ist die Teilnahme an Beratung mit erheblichem Aufwand verbunden. Doch Beratungseinrichtungen können Unterstützungsmöglichkeiten für Trans*- und Inter*personen bieten. Dabei ist es wichtig, dass sie zum einen fachliches Basiswissen besitzen, das sie in das Beratungsangebot einfließen lassen sowie eine offene beraterische Haltung, um die Bedürfnisse der Trans*- und Inter*personen herausarbeiten zu können.

In der Fortbildung werden wir das Spektrum erkunden , eigene Erfahrungen reflektieren sowie Konsequenzen für die Beratungspraxis eruieren.
Fragen, mit denen wir uns im Seminar beschäftigen werden:
- Welche grundlegende beraterische Haltung können wir entwickeln, um einen akzeptierenden Ansatz in der Beratung von Trans*menschen anzueignen?
- Welche Konzepte von Trans* stehen zur Verfügung und wie kann ich diese in die Beratung einfließen lassen?
- Welche medizinischen und rechtlichen Schritte müssen beachtet warden?
- Welche Versorgungsstrukturen sind für Trans*menschen relevant?
- Wie ermögliche ich die Identifikation geeigneter Versorgungsstrukturen für meine Klient*innen?
- Wie können wir Beratungsangebote gestalten und bewerben, so dass sich Menschen angesprochen fühlen, die sich mit Trans* identifizieren?
Die Veranstaltung richtet sich an Mitarbeiter*innen von Beratungseinrichtungen, die das Thema Trans* als Bestandteil ihrer Beratungsarbeit integrieren wollen.
-Welche Konzepte von Inter* stehen zur Verfügung und wie kann ich diese in die Beratung einfließen lassen?
-Inwieweit wird der Begriff Inter* auf verschiedenen Ebenen (sozialer, medizinischer und juristischer Dimension) thematisiert und welche Konsequenzen resultieren daraus?
-Wie können wir Beratungsangebote gestalten und bewerben, so dass sich Menschen angesprochen fühlen, die Inter* sind?

Die Fortbildung findet im Rahmen des Modellprojekts "Akzeptanz für Vielfalt – gegen Homo-, Trans*- und Inter*feindlichkeit" im Bundesprogramm "Demokratie Leben!" des BMFSFJ statt.
 VA-Nummer

8898

 Kosten

Die Fortbildung wird gefördert im Rahmen des Modellprojekts „Akzeptanz für Vielfalt – gegen Homo-, Trans*- und Inter*feindlichkeit” im Bundesprogramm „Demokratie Leben!” des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

 Dauer

Fr, 18:00 Uhr – So, 14:30 Uhr

 Dozent*innen

Alexander Hahne
Pädagogische Leitung: Kevin Rosenberger