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Norm und Abweichung: Historischer Wandel des Gesundheitsbegriffs der WHO

Mi, 19.08.2020  — Fr, 21.08.2020
Was gilt als gesund, was als abweichend oder krank? Wir beleuchten das Menschenbild der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und wie sich Diskurse in die International Classification of Diseases (ICD) eingeschrieben haben:
Welches Bild vermittelt die ICD in Bezug auf geschlechtliche und sexuelle Vielfalt? Auf welche Herausforderungen stoßen inter*, trans* und nicht-binäre Menschen? Wie trägt die Pathologisierung in der ICD zu ihrer Diskriminierung bei und wie lässt sich dem professionell in verschiedenen Altersstufen begegnen? Welche Entwicklungen gab es in der Vergangenheit und was bietet die ICD-11?
Diese Fortbildung will zunächst Aufklärungsarbeit leisten und alle Teilnehmenden auf einen aktuellen Stand bringen, um dann gemeinsam Handlungspotentiale für die eigene Praxis u. a. in Pflege- und Gesundheitsberufen, in Beratung und Therapie oder im Bildungswesen zu eruieren. Der Pathologisierung von inter*, trans* und nicht-binären Personen soll ebenso besprochen werden wie ein Rückblick auf Veränderlichkeit von Krankheitsdefinitionen am Beispiel der Diagnose "Homosexualität" (in der ICD-9). Ein Ausflug in die körperliche Vielfalt der Spezies Mensch darf dabei ebensowenig fehlen wie eine Reflektion der festen Verankerung der Norm der Zweigeschlechtlichkeit in unseren sozialen Gefügen. Teilnehmende sind eingeladen die eigenen Kontaktschwierigkeiten in einem fehlerfreundlichen Raum zu reflektieren.
 VA-Nummer

817

 Kosten

25,- EUR

 Dauer

Mi, 13:00 Uhr – Fr, 14:30 Uhr

 Dozent*innen

Cathleen Tischoff
Pädagogische Leitung: Marcel Hackbart

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