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Mehr geSchlecht als geRecht? - Fortbildung und Austausch

Fr, 09.02.2018  — So, 11.02.2018
2018 verspricht das Jahr der Weichenstellung zur Anerkennung geschlechtlicher Vielfalt zu werden. Aber welche Voraussetzungen wird der Gesetzgeber festlegen? Wird es wirklich geschlechtliche Selbstbestimmung sein oder nur mit Begutachtung von außen? Was sind die Risiken und Nebenwirkungen, sollte der Staat auf die Erfassung von Geschlecht ganz verzichten wollen? Welche Chancen bietet ein positiver dritter Geschlechtseintrag? Wie sollten gesetzliche Neuregelungen aus Sicht der inter*-, trans*- und queeren Communities aussehen?

Trotz der Empfehlungen des Ethikrates und der im Rahmen der Arbeit der interministeriellen Arbeitsgruppe (IMAG) entstandenen Gutachten und Stellungnahmen hat es der Bundestag immer noch nicht geschafft die Anerkennung geschlechtlicher Vielfalt gesetzlich zu verankern.
Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) hat mit seinem Beschluss vom 10. Oktober 2017, der am 8. November 2017 veröffentlicht wurde (1 BvR 2019/16), den Gesetzgeber aufgefordert bis zum 31. Dezember 2018 eine gesetzliche Regelung zu schaffen, die einen positiven dritten Geschlechtseintrag ermöglicht oder auf die Erfassung von Geschlecht zu verzichten. Unter Berücksichtigung weiterer Entscheidungen des BVerfG soll der mögliche Rahmen einer solchen Reform abgesteckt werden.
Diese Veranstaltung hat zum Ziel Grundwissen zur Gesetzgebung in Bezug auf Geschlecht aufzufrischen und zu vertiefen, sich über geeignete Methoden zur Aufklärung von Politik und Öffentlichkeit auszutauschen und Möglichkeiten für gemeinsame Aktionen auszuloten.

Dazu sind folgende Inputs vorgesehen:
- Am Beispiel der Verabschiedung des TSG (Transsexuellengesetz) von 1980 sollen die damaligen Entscheidungsprozesse transparent gemacht werden.
- (angefragt) Eine rechtspolitische Analyse geht der Frage nach, inwieweit und in welcher Form der Gesetzgeber dem Geschlecht eine rechtliche Relevanz geben darf oder auch muss.
- (angefragt) Mögliche Regelungen zur Verhinderung von kosmetischen Genitaloperationen an intersexuellen Kindern
- Die Rolle der Medien zur angeblichen Einführung eines dritten Geschlechts durch das BVerfG

ACHTUNG: begrenzte Teilnahmezahl
 VA-Nummer

8161

 Kosten

30,- EUR

 Dauer

Fr, 18:00 Uhr – So, 14:30 Uhr

 Dozent*innen

Frank Kruger n.n. n.n. n.n.,
Pädagogische Leitung: Ulli Klaum