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Sexualität und Glücksversprechen

Fr, 05.10.2018  — So, 07.10.2018
Für schwule Männer, so wird behauptet, hat Sexualität eine größere Bedeutung als für Heterosexuelle. Ist das so, weil sie mehr Sexualität als diese haben? Oder hat die Sexualität für schwule Männer deshalb eine größere Bedeutung, weil sie mit der gesellschaftlichen Zurückweisung der schwulen Existenz zusammengebracht wird, auf die sozusagen sexuell geantwortet wird?
Begreift man die Sexualität als Glücksversprechen, muss man auch die äußeren Bedingungen, in denen Sexualität gelebt wird und gelebt werden kann, in den Blick nehmen. Diese sind danach zu befragen, ob sie sexuelles Glück ermöglichen oder eher behindern. Wie sieht es in dieser Hinsicht mit den von uns geschaffenen Orten unserer Sexualität aus? Nicht wenige schwule Männer artikulieren ein Leiden an der schwulen Szene und den dort tatsächlich oder angeblich regierenden Marktmechanismen. Welche Körper bzw. Körperrepräsentanzen werden an den Orten des schwulen Sex anerkannt und welche Körper werden dort bis zur Unsichtbarkeit verworfen?
Beschäftigen wollen wir uns mit dem Glückversprechen der Sexualität sowohl aus theoretischer als auch aus empirischer Perspektive und dabei auch das empfundene oder objektive sexuelle Unglück nicht aussparen.
Auch in dem letzten Seminar mit dem Sexualwissenschaftler Martin Dannecker im Waldschlösschen werden wir uns dem Thema in Vorträgen und Diskussionsrunden nähern.

In Kooperation mit der Deutschen AIDS-Hilfe e. V. (DAH)
Hirschfeld-Akademie
 VA-Nummer

8109

 Kosten

20,- EUR (DAH); Fahrtkosten werden nicht erstattet.

 Dauer

Fr, 18:00 Uhr – So, 14:30 Uhr

 Dozent*innen

Prof. Dr. Martin Dannecker
Pädagogische Leitung: Wolfgang Vorhagen

Im Rahmen der Hirschfeld-Akademie kooperieren die Stiftung Akademie Waldschlösschen und die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld (BMH) bei der Entwicklung und Durchführung von Bildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen sowie der LSBTTIQ-Bildungsvernetzung.