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Campfire: 1 Pille und unter der Nachweisgrenze

Do, 19.03.2020  — Fr, 20.03.2020
Die Situation von Menschen mit HIV hat sich im Laufe der vergangenen Jahre dank der Entwicklungen im medizinisch-therapeutischen Bereich sehr verändert. Die meisten HIV-Positiven, in Behandlung sind, haben eine Viruslast unter der Nachweisgrenze, HIV ist eine chronische Erkrankung mit einer möglichen Lebenserwartung wie die von Nicht-Infizierten. Viele stehen heute im Berufsleben und Nebenwirkungen der Therapien werden immer seltener.
Sind also alle zufrieden? Was braucht es heute noch, um ein gutes Leben mit HIV zu führen? Und wie sehen da die unterschiedlichen Perspektiven der Beteiligten aus?
In dem Seminar sollen die Sichtweisen eines Patienten, einer behandelnden Ärztin, eines Psychologen und eines über lange Jahre in der Fortbildung von HIV-Patient*innen tätigen Pädagogen vorgestellt und diskutiert werden.
In Vorträgen und Workshops besteht die Möglichkeit zu einem intensiven Austausch.

Fragen im Verlauf des Seminars werde u.a. sein:
- Was sind heute meine Bedürfnisse als HIV-Patient*in?
- Welche Rolle spielt Patient Empowerment – wie sehr stehe ich für meine Gesundheit ein und was überlasse ich dem Arzt?
- Was traue ich mich anzusprechen und wo hoffe/vertraue ich darauf, dass es der Arzt/die Ärztin tut?
- Welche Erwartungen habe ich an Ärzt*innen?
- Wie sieht aus ärztlicher Sicht die Rolle von Patient*innen- Empowerment aus?
- Was kann ich überhaupt leisten als Ärzt*in?
- Wie sieht eine gute Kommunikation mit dem/der Patient*in aus?
- Welche Barrieren stehen Patient*innen-Empowerment entgegen (z.B. Selbststigma, Scham, Insuffizienzgefühle)?
- Patient*innen-Ärzt*innen-Verhältnis – Kommunikationsbarrieren und -hilfen
- Welche Themen beschäftigen HIV+ Menschen heute noch bei Fortbildungen und Seminaren für die Zielgruppe
- Welche Angebote für HIV-Patient*innen werden angenommen und was braucht es da in Zukunft noch? Welche Unterstützung braucht dabei noch die Selbsthilfe von Menschen mit HIV?

Ziele des Seminars sind u.a.
- Sensibilisierung für und Identifizierung von tatsächlichen Bedürfnissen von Menschen mit HIV (über die medizinischen Notwendigkeiten hinaus)
- Verbesserung der Kommunikation zwischen HIV-Patient*innen und Ärzt*Innen
- Überwindung von Kommunikationsbarrieren
- Stärkung der Gesundheitskompetenz und des Selbstverständnisses von HIV-Positiven
- Identifizierung von notwendigen Unterstützungsangeboten für HIV-Positive

Das Seminar richtet sich an HIV-Positive, Multiplikator*innen, Ärzt*innen, Psycholog*innen und Berater*innen.
 VA-Nummer

746

 Kosten

keine, Reisekosten werden nicht erstattet

 Dauer

Do, 12:00 Uhr – Fr, 16:00 Uhr

 Dozent*innen

Dr. Christiane Cordes, Jan Henry Grosser Sebastian Süß,
Pädagogische Leitung: Wolfgang Vorhagen