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Uner_hört queer?! Intersektionale Perspektiven im Kontext von sexueller Vielfalt und Taubheit/Hörbeeinträchtigung

Mo, 04.05.2020  — Mi, 06.05.2020
Taube/gehörlose/hörbeeinträchtigte Menschen sind wegen der Kommunikationsbarrieren in allen Lebensbereichen isoliert. Sie haben in der Regel wenig Kontakt mit hörenden Menschen. Die mit der Taubheit/Gehörlosigkeit/Hörbeeinträchtigung verbundenen Barrieren wirken sich auf alle Lebensbereiche aus. Auch die sexuelle Entwicklung und sexuelle Identität tauber Menschen ist davon beeinflusst. Die meisten Anlauf- und Beratungsstellen im Kontext von Sexualität und sexueller Vielfalt sind für hörbeeinträchtigte/gehörlose/taube Menschen nicht barrierefrei. Die Gemeinschaft der tauben/gehörlosen/hörbeeinträchtigten Menschen ist eine sprachkulturelle Minderheit. Der Kontakt zur hörenden queeren Gemeinschaft ist kaum möglich. Die Diskriminierungserfahrungen tauber/gehörloser/hörbeeinträchtigter queerer Menschen muss intersektional betrachtet werden. Es erfordert das Mitdenken verschiedener Differenzkriterien. Die kulturelle Perspektive gehörloser bzw. tauber/hörbeeinträchtigter Menschen sollte auch bei queeren Veranstaltungen mitgedacht werden. In dem Seminar bekommen die Teilnehmenden einen Einblick in die Gemeinschaft tauber Menschen, in die Gehörlosenkultur und Deutsche Gebärdensprache. Die spezifischen Sozialisationsbedingungen und Lebensbedingungen tauber/gehörloser/hörbeeinträchtigter Menschen im Kontext Sexualität und sexueller und geschlechtlicher Vielfalt sollen aufgezeigt werden.
In dem Seminar wollen wir uns mit folgenden Themen und Fragen beschäftigten:
- Wie ist die Lebenssituation von tauben/gehörlosen/hörbeeinträchtigten LSBTIQ*?
- Gibt es eine queere Gemeinschaft tauber/gehörloser/hörbeeinträchtigter Menschen?
- (Wie) Ist Inklusion in der queeren hörenden Gemeinschaft möglich?
- Wo finden taube/gehörlose/hörbeeinträchtigte Menschen Unterstützung im Kontext Sexualität und sexueller und geschlechtlicher Vielfalt?
- Einführung in die Gebärdensprache und Fachgebärden für den queeren Kontext
Das Seminar richtet sich an taube/gehörlose/hörbeeinträchtigte und hörende Menschen aus (psychoszialen) Beratungsstellen sowie an pädagogische Fachkräfte und Mitarbeitende der queeren und sexuellen Bildung.
Gebärdensprachdolmetscher*innen sind anwesend. Induktionsschleifen werden bei Bedarf zur Verfügung gestellt.
 VA-Nummer

442

 Kosten

150,- Euro

 Dauer

Mo, 14:00 Uhr – Mi, 14:30 Uhr

 Dozent*innen

Esther Lißeck Martin*a Vahemäe-Zierold,
Pädagogische Leitung: Kevin Rosenberger