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Markt • Macht • Identität

Wenn LGBTIQ*s mit kapitalistischen Verhältnissen flirten:
Eine queer-feministische "Beziehungsratgeberin"

Fr, 16.10.2020  — So, 18.10.2020
In diesem Seminar wollen wir uns mit der Geschichte sowie den Funktions- und Wirkungsweisen von kapitalistischen Ökonomien aus einer LGBTIQ*-Perspektive auseinandersetzen: wie sind unsere modernen Vorstellungen von sexueller und geschlechtlicher Identität mit dem Aufstieg des modernen Kapitalismus und Kolonialismus verwoben? Es wird um die patriarchale Kernfamilie, heteronormative Geschlechtervorstellungen und um Rassismen, (Hetero-)Sexismen und andere Ausgrenzungskategorien gehen – und darum, was das alles mit uns LGBTIQ*s zu tun hat: Wen trifft ökonomische Marginalisierung am meisten? Für wen erweiter(t)en ökonomische Freiheiten auch "private" Spielräume, wem bleiben diese aus welchen Gründen verwehrt? Welche Rolle spielt Konsumerismus für die LGBTIQ* Bewegung/en und Identitäten? Welche Erfahrungen mit kapitalismuskritischen (Solidaritäts-)Praktiken gibt es aber ebenfalls in LGBTIQ*-Communities? Schließlich nehmen wir dezidiert gegenwärtige neoliberale Denkmuster und Praxen in den Blick: Wie wirken sich beispielsweise Leistungsorientierung, Individualismus, "Diversity (Management)" oder auch der "Kult des Neuen" auf unsere Lebensweisen als LGBTIQ*s, möglichen Erfahrungen mit Diskriminierung und Gewalt sowie unseren politischen Aktivismus aus? Ist schon alles schön bunt hier, oder gilt das nur für das Ladenregal?
Das Seminar richtet sich an alle Interessierten!

In Kooperation mit QNN e.V. und Lesbisch in Niedersachsen (LiN) und in gemeinsamer pädagogischer Verantwortung mit dem VNB.
 VA-Nummer

400

 Kosten

30,- (gefördert u.a. aus Mitteln des QNN e.V.)

 Dauer

Fr, 18:00 Uhr – So, 14:30 Uhr

 Dozent*innen

Dr. Christine M. Klapeer, Dr. Karin Schönpflug Dr. Volker Weiß,
Pädagogische Leitung: Ulli Klaum

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