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LSBTIQ*-Geflüchtete beraten und begleiten. Asylrecht, Gewaltschutz und sexuelle/geschlechtliche Identitäten im Kontext Flucht


Mo, 13.06.2022  — Mi, 15.06.2022
Die Fortbildung gibt Einblick in die Lebensrealitäten LSBTIQ*-Geflüchteter, vermittelt asylrechtliches Grundwissen und gibt praktische Hinweise zur Arbeit mit dieser Zielgruppe. Der Aufenthalt in Sammelunterkünften ist häufig von LSBTIQ*-feindlicher Gewalt geprägt. Dem besonderen Schutzbedarf muss daher bei der Unterbringung durch besondere Maßnahmen begegnet werden. Aus Scham oder Angst gelingt es vielen LSBTIQ*-Geflüchteten nicht, sich im Angstraum der Unterkunft, aber auch im Asylverfahren zu outen. Oft sind LSBTIQ*-Organisationen der erste und einzige Ort, an den sich die Geflüchteten wenden, um ihre Erfahrungen zu schildern sowie Unterstützung und Rückhalt zu suchen.
Die Fortbildung richtet sich an Haupt- und Ehrenamtliche im Bereich sexueller und geschlechtlicher Vielfalt, Antidiskriminierung und Geflüchtetenarbeit.
Teilnehmende erweitern und festigen ihr Wissen zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt im Kontext Flucht, zu den rechtlichen Rahmenbedingungen sowie den praktischen Herausforderungen und Handlungsansätzen im Beratungsalltag.

Alva Träbert entwickelt im Rahmen des Projekts BeSAFE (BAfF/Rosa Strippe e.V.) ein bundesweites Konzept zur Früherkennung schutzbedürftiger Geflüchteter. Seit 2017 berät sie LSBTI-Geflüchtete im Asylverfahren und schult Mitarbeitende der Geflüchtetenhilfe in der Umsetzung LSBTI-spezifischer Gewaltschutzmaßnahmen.
Patrick Dörr leitete 2017-2019 das bundesweite LSVD-Projekt Queer Refugees Deutschland. Seit 2020 ist er als Mitglied des LSVD-Bundesvorstandes für asyl- und migrationspolitische Fragen zuständig.
 VA-Nummer

2398

 Dauer

Mo, 18:00 Uhr – Mi, 14:30 Uhr

 Dozent*innen

Alva Träbert
Pädagogische Leitung: Kevin Rosenberger

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