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Queer zur Norm. Leben jenseits einer schwulen oder lesbischen Identität

Edition Waldschlösschen Band 11

Bodo Niendel, Volker Weiß (Hg.)

Hamburg 2012 , Männerschwarm Verlag
ISBN: 978-3-86300-116-2
Preis: 14.00 EUR

Am Anfang stand die Heteronorm „Mann“ und die Macht als wissenschaftlich behaupteter Zuschreibungen: Psychiatrie, Medizin, Justiz und der Volksmund definierten sich „ihre Normalität“. Schwule und Lesben zählten nicht dazu.
Ihre Emanzipationsbewegungen drehten dann den Spieß um: aus dem Schimpfwort „schwul“ wurde selbst-bewusst der „gay pride“. Ein Prozess, der untrennbar an die Entwicklung schwuler und lesbischer Identitäten gebunden ist. Aber laufen Schwule und Lesben damit nicht in eine Falle und bestätigen die Ausgrenzungen von außen – nur mit anderen Vorzeichen? Und werden so nicht queere Lebensweisen unsichtbar, die nicht in die homosexuellen Identitätsnormen passen?
Die Autor_innen dieses Bands arbeiten an einem Begriff von Emanzipation, der mehr bedeutet als das geduldete Nebeneinander abgezirkelter Identitäten. Sie spüren den subversiven Möglichkeiten queerer Lebensentwürfe zwischen den Geschlechtern und Sexualitäten nach, die Vielfältigkeit und Durchlässigkeit als ständige Aufgabe und Möglichkeit begreifen.

Inhalt

Vorwort
"Raus aus dem Krieg der Identitäten!"

Robin Bauer
Spielplätze und neue Territorien - Das Erfinden von alternativen Geschlechtsidentitäten durch queere Communitys am Beispiel von BDSM-Praktiken

Manuele Kay
Der QUEER-Nebel - Warum heute niemand mehr schwul oder lesbisch sein will

Andreas Kraß
Der Sündenbockmechanismus. Ein Queer Reading von Hans Christian Andersens Märchen Die kleine Meerjungfrau

Uta Schirmer
Jenseits von lesbisch und schwul – oder mit und gegen?
Von lesbischen Transmännern, schwulen Drag Kings und anderen Geschlechtern

Bodo Niendel
Queere Politik - Mit Moral gegen Rassismus und Staat?

Lüder Tietz
Queer Pride? Zwischen Heteronormativitätskritik und Homonormativität

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