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Kultur und schwule Subkultur

5,00

Edition Waldschlösschen Materialien Heft 5

Dirk Linck, Volker Weiß

Göttingen 2. Auflage 2007, Waldschlösschen Verlag
ISBN: 3-9802426-5-X
Preis: 5.00 EUR

Unsere kulturellen Wertmaßstäbe bauen Hierarchien. Funktion des Kulturbegriffs ist nicht zuletzt, alles auszuschließen, was nicht als Kultur gelten darf. Diesem Ausschlußverfahren verdanken "Subkulturen" ebenso ihre Existenz wie die "Trivialkultur". Die homosexuelle Subkultur wurde nicht von Homosexuellen gemacht.

Das Eindringen subkultureller Gruppen in die Dominanzkultur hat deren Ausdrucksmittel erweitert, ohne ihre Normen grundsätzlich in Frage stellen zu können. Die Einbindung in die Dominanzkultur hat auch Schwule auf diese Übereinkünfte verpflichtet. Maßsetzend ist der Schwule nur in einigen subkulturellen Bereichen, im Eigenen. Innerhalb der Dominanzkultur hat er maßzuhalten, wenn er nicht in Erscheinung treten will.

Die Beiträge dieses Bandes des Literaturwissenschaftlers und Publizisten Dr. Dirck Linck und des Sozialwissenschaftlers Volker Weiß beleuchten die Spannung zwischen Dominanz- und Subkultur. Im Zentrum steht die Frage nach einem machtgestützten Verhältnis von Kulturen. Es geht nicht ein weiteres Mal um die Haltung der Heterosexuellen zu den Schwulen, sondern um die Produktivität der Dominanzkultur in unseren Köpfen. In den Köpfen der Schwulen.


Inhalt

Annäherungen an das Seminarthema

Dirck Linck
Homosexuellenkultur

Dirck Linck
Dominanzkultur und Subkultur

Volker Weiß
Der bürgerliche Kulturbegriff

Dirck Linck
"Hinter schwarzen Schotten". Stadt und Subkultur: Die literarische Organisation kultureller Räume


Zu den Autoren:

Dirck Linck, Jg. 1961, Dr. phil., lebt in Berlin und Hannover, Literaturwissenschaftler an der Freien Universität Berlin im Sonderforschungsbereich "Ästhetische Erfahrung im Zeichen der Entgrenzung der Künste". Mitherausgeber und Redakteur der Zeitschrift FORUM HOMOSEXUALITÄT UND LITERATUR. Publikationen u.a.: Halbweib und Maskenbildner, Subjektivität und schwule Erfahrung im Werk von Josef Winkler (1993), (Hg. zus. mit Alexandra Busch) Frauenliebe/Männerliebe. Eine lesbisch-schwule Literaturgeschichte in Porträts (1997, TB 1999), (Hg.): Sodom ist kein Vaterland. Literarische Streifzüge durch das schwule Europa (2001).

Volker Weiß, Jg. 1963, Dipl.-Sozialwissenschaftler, lebt in Hannover, 1992-1994 Wissenschaflicher Mitarbeiter im DFG-Forschungsprojekt "Deutsche Rechtswissenschft(ler) in der Emigration 1933", 1995-2002 freiberufliche Tätigkeiten für die Niedersächsische Landesbibliothek Hannover und die Stadtverwaltung Hannover (Kommunale Lesben- und Schwulenpolitik), seit 2002 pädagogischer Mitarbeiter des VNB-Landeseinrichtung der Erwachsenenbildung. Publikationen u.a.: Wißbegierde und Geständniszwang. Die Formierung der sexuellen Identität (1993), Queer-Theorie und Queer-Politics - eine Einführung, in: Klaus Stehling (Hg.): Queer-Politics - Aufbruch zu neuen Ufern!? (2001).

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